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Sinfoniekonzert 8

Orchestre des Champs-Elysées | Collegium Vocale Gent | Philippe Herreweghe | Solisten
Do. 23. August 2012 | 19.30 | KKL Luzern, Konzertsaal
Philippe Herreweghe  

Orchestre des Champs-Elysées | Collegium Vocale Gent | Philippe Herreweghe Dirigent | Hanna-Elisabeth Müller Sopran | Okka von der Damerau Alt | Maximilian Schmitt Tenor | Tareq Nazmi Bass

Johannes Brahms (1833-1897)
«Schicksalslied» op. 54
Zwei Motetten für gemischten Chor a cappella op. 74
«Gesang der Parzen» op. 89

Anton Bruckner (1824-1896)
Te Deum C-Dur für Soli, Chor und Orchester WAB 45

Wenn Philippe Herreweghe und seine Ensembles Chorwerke von Johannes Brahms und Anton Bruckner kombinieren, prallen nicht nur zwei musikalische Schulen, sondern auch zwei Glaubenswelten aufeinander: hier der norddeutsche Protestant und Freigeist Brahms, der immer wieder die Unbehaustheit und Schutzlosigkeit des Menschen thematisierte, dort der kirchentreue oberösterreichische Katholik Bruckner mit seinem unerschütterlichen Gottvertrauen. Brahms bezeichnete seine beiden Motetten op. 74 als «kleine Abhandlung über das grosse ‹Warum›» und sprach den Göttern im «Gesang der Parzen» gar das Misstrauen aus. Bruckner hingegen hielt sich streng an die Liturgie und meisselte am Ende des Te Deum seine unverbrüchliche Zuversicht in Klänge von eherner Gewalt: «Non confundar in aeternum» – «In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden».

Siehe auch Künstlergespräch 1 mit Philippe Herreweghe


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