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Moderne 2

Neue Vocalsolisten Stuttgart
Sa. 1. September 2012 | 11.00 | Matthäuskirche
Neue Vocalsolisten Stuttgart (Martin Sigmund) 

Neue Vocalsolisten Stuttgart

Michael Jarrell (*1958)
«… car le pensé et l'être sont une même chose …»

Heinz Holliger (*1939)
«nicht Ichts – nicht Nichts». 10 Monodisticha von Angelus Silesius | Uraufführung

Salvatore Sciarrino (*1947)
«Tre canti senza pietre»

Karlheinz Stockhausen (1928-2007)
«Menschen, hört» aus «Mittwoch aus LICHT» für Vokalsextett | Uraufführung

«Was ist die Ewigkeit?», fragt der schlesische Barockdichter Angelus Silesius in einem seiner mystischen Epigramme – und gibt eine paradoxe Antwort: «Sie ist nicht dies, nicht das, / Nicht Nun, nicht Ichts, nicht Nichts; sie ist, ich weiss nicht was.» Heinz Holliger hat zehn Gedichte aus Angelus Silesius’ «Cherubinischem Wandersmann» vertont, die allesamt um metaphysische Fragen kreisen: nach dem Nichts, dem Raum, der Zeit und dem Wesen Gottes. Das gilt auch für die anderen Werke dieser sonntäglichen A-cappella-Matinee: Michael Jarrell etwa setzt sich mit einem Fragment des griechischen Philosophen Parmenides auseinander. Und Karlheinz Stockhausen hat mit seinem musikdramatischen «LICHT»-Zyklus am Ende des 20. Jahrhunderts noch einmal eine umfassende Weltdeutung unternommen. Die Neuen Vocalsolisten Stuttgart präsentieren das Schlusssextett aus «Mittwoch aus LICHT» – eine Komposition, die Stockhausen auf seinen Grabstein setzen liess.


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