LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA
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Claudio Abbado
Dirigent
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Radu Lupu
Klavier
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Anton Bruckner (1824-1896)
Sinfonie Nr. 1 c-Moll WAB 101
Viele bedeutende Mahler-Dirigenten bleiben auf Distanz zur Sinfonik des katholischen Visionärs Anton Bruckner. Nicht aber Claudio Abbado, der in den vergangenen Sommern parallel zu seinem grossen Luzerner Mahler-Zyklus auch immer wieder den anderen endzeitlichen Sinfoniker aufs Programm gesetzt hat. Nach der Vierten, der Fünften und der Siebten nimmt er sich diesmal die selten zu hörende Erste Sinfonie vor, die Bruckner selbst als einen «kecken Besen» bezeichnet hat. Tatsächlich offenbart sich in diesem frühen Werk, das 1865/66 noch während seiner Linzer Zeit entstand, Bruckners Klangsprache in ihrer ganzen Urwüchsigkeit: Die Anfeindungen, die dem Komponisten später widerfahren sollten, konnten sich hier noch nicht in Gestalt vorauseilender Rücksichtnahme niederschlagen. Stattdessen verblüfft die c-Moll-Sinfonie mit ihrer verschwenderischen Ideenfülle, ihren zum Teil schroffen Kontrasten, ihrer Vielschichtigkeit und ihrem Temperament.
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