LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Ensemble
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Pablo Heras-Casado
Dirigent
«Strange Ritual» für Ensemble
Isabel Mundry (*1963)
«Gefächerter Ort» für Violine und Ensemble
Michael Jarrell (*1958)
«La Chambre aux Échos» für Ensemble
Die kalkulierte Konfrontation von Ordnung und Chaos, von planvollen Prozessen und zufälligen Wucherungen hat Philippe Manoury, «composer-in-residence» dieses Sommers, wiederholt als die Grundsignatur seines Schaffens ausgemacht. Seine Ensemblekomposition «Strange Ritual» aus dem Jahr 2005 führt das exemplarisch vor Augen: «Das einsätzige Werk hat sich in meinem Kopf sofort als sehr freie Passacaglia dargestellt. Das ‹Motiv›, das man gleich zu Beginn hört, sollte die gesamte Architektur dieses Stücks tragen. Doch in dem Masse, wie ich im Verlauf der Komposition neue Elemente in die Partitur einführte, geriet diese Basisstruktur schrittweise immer mehr in Unordnung und brach schliesslich vollkommen zusammen. Daher der Titel des Werks, ‹Strange Ritual›: Der regelmässige, geordnete Prozess, der einem Ritual vergleichbar ist, wird durch das anarchische Verhalten bestimmter Elemente gefährdet, die ihn schliesslich zur Explosion bringen.» Pablo Heras-Casado und das LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Ensemble kombinieren Manourys faszinierende Partitur mit Isabel Mundrys «Gefächertem Ort», der − angeregt von der Malerei Paul Cézannes − neue Dimensionen von Raum und Zeit erkundet sowie mit einer weiteren Ensemblekomposition von Michael Jarrell: «La Chambre aux Échos», inspiriert durch den gleichnamigen Roman von Richard Power, entstand 2010 im Auftrag von LUCERNE FESTIVAL und erklingt nun in der vervollständigten Fassung.
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