Leipziger Streichquartett:
Stefan Arzberger
Violine
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Tilman Büning
Violine
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Ivo Bauer
Viola
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Matthias Moosdorf
Violoncello
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Adagio und Fuge c-Moll KV 546
Heinrich Isaac (1450-1517)
Sequentia aus «Choralis Constantinus»
Cristóbal Halffter (*1930)
Streichquartett Nr. 7 «Espacio de Silencio»
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett a-Moll op. 132
Fünfhundert Jahre Musikgeschichte umspannt diese Matinee des Leipziger Streichquartetts. Den historischen Ausgangspunkt markiert Heinrich Isaacs Sammlung «Choralis Constantinus», die in 372 Motetten ein Kompendium der polyphonen Künste entfaltet; auf der anderen Seite der Zeitachse steht das Siebte Streichquartett des Spaniers Cristóbal Halffter, das 2008 von den Leipzigern in Santander uraufgeführt wurde. Den Rahmen aber bilden zwei Klassiker, die sich unüberhörbar an der musikalischen Vergangenheit orientieren: Mozart führte in den beiden Sätzen KV 546 die barocke Fugenkunst zu neuer Blüte, und Beethoven vertonte seinen berühmten «Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit» aus dem a-Moll-Quartett in der alten lydischen Tonart. «Man kann gar nichts verstehen, solange man das nicht gehört hat», liess Aldous Huxley eine seiner Romanfiguren erklären. «Diese Musik war ein Beweis: Gott existierte. Aber nur so lange, als die Violinen spielten. Wenn die Bögen von den Saiten abgehoben wurden, was dann?»
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