Königliches Concertgebouworchester
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Mariss Jansons
Dirigent
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Leonidas Kavakos
Violine
Béla Bartók (1881-1945)
Konzert für Violine Nr. 2 Sz 112
Gustav Mahler (1860-1911)
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Béla Bartók glaubte an eine Erneuerung der Tonkunst durch die Rückbesinnung auf die Melodien und Rhythmen der ursprünglichen Volksmusik, wie sie die Bauern des Balkans seit Jahrhunderten sangen und musizierten. Tausende solcher Lieder und Tänze hat er auf seinen Expeditionen durch Südosteuropa gesammelt – und ihre Grundmuster seinem eigenen Schaffen anverwandelt. Davon zeugt auch das Zweite Violinkonzert von 1937/38, das der phänomenale griechische Geiger Leonidas Kavakos vortragen wird: Der erste Satz greift einen Tanztypus aus Siebenbürgen auf. Volkstümliche Klänge bietet ebenfalls Gustav Mahlers Erste Sinfonie, die Mariss Jansons nach der Pause dirigiert – man denke an die Zitate aus den «Liedern eines fahrenden Gesellen» oder an die Verfremdung des «Bruder Jakob»-Kanons, den Mahler mit Klezmer-Musik kontrastiert. Eine ganze Lebensgeschichte spiegelt diese Sinfonie: vom jugendlichen Aufbruch und dem Erwachen der Liebe über die Desillusionierung bis zur Befreiung durch den Tod, «dall’inferno al paradiso».
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