Junge Philharmonie Zentralschweiz
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Staatlicher Akademischer Chor «Latvija»
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Andres Mustonen
Dirigent
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Raminta Vaicekauskaitė
Sopran
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Mati Turi
Tenor
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Vytautas Juozapaitis
Bariton
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Gennadi Bezubenkov
Bass
«Johannes-Passion»
«Johannes-Ostern»
In Russischer Sprache
Als Sofia Gubaidulina den Auftrag erhielt, für das Bach-Jahr 2000 eine Passionsmusik zu komponieren, stand sie vor einem Dilemma: «In der russischen Gottesdienst-Praxis gibt es keine Tradition der ‹Passion›», erklärte sie. «Die kirchliche Praxis vermeidet jedwede Anspielung auf eine Darstellung durch Personen und auf alles Thea-tralische.» Gubaidulina löste das Problem, indem sie Auszüge aus der Leidensgeschichte Christi, wie sie im Johannes-Evangelium erzählt wird, mit Versen aus der visionären Offenbarung des Johannes frei kombinierte und oftmals simultan vertonte; ihre «Johannes-Passion» stellt viel eher ein Ritual als eine theologische Handlung dar. Bald nach der Uraufführung ergänzte sie das grossangelegte Werk noch um ein zweites Oratorium, «Johannes-Ostern» (2002), das sich ganz auf die Ereignisse rund um die Auferstehung Christi konzen-triert. Als Diptychon bilden sie nun ihr Opus summum – und dürfen bei der Luzerner Werkretrospektive nicht fehlen.
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