Pierre-Laurent Aimard
Klavier
Claude Debussy (1862-1918)
Préludes, Deuxième Livre
Franz Liszt (1811-1886)
«Unstern!» S 208
«Les Jeux d'eaux à la Villa d’Este» aus «Années de Pèlerinage», Band 3
Olivier Messiaen (1908-1992)
«Le Baiser de l’Enfant-Jésus» aus «Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus»
Wenige Tage vor Claude Debussys 150. Geburtstag entbietet der französische Meisterpianist Pierre-Laurent Aimard seine Reverenz an den grossen Landsmann: mit einer Aufführung des zweiten Bands der orakelhaft mehrdeutigen Préludes. Debussy war höchst empfänglich für eine archaische Religiosität, für die «heiligen Ursprünge» der Musik: «Die Schönheit eines Kunstwerks wird immer ein Geheimnis bleiben», erklärte er einmal, «man wird nie bis ins Letzte ergründen können, ‹wie es gemacht ist›». Vom katholischen Glauben inspiriert zeigt sich der zweite Teil des Programms: In «Les Jeux d’Eaux à la Villa d’Este», das die Wasserspiele der Villa d’Este in Tivoli bei Rom verherrlicht, verweist Franz Liszt in einer Fussnote auf die Worte, die Jesus am Jakobsbrunnen zu der Samariterin spricht: «… das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.» Olivier Messiaen wiederum vertiefte sich in Meditationen über «l’Enfant-Jésus», das «göttliche Kind in der Krippe»: Musik als Glaubensbekenntnis.
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