Sydney Symphony
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Vladimir Ashkenazy
Dirigent
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Hélène Grimaud
Klavier
Jean Sibelius (1865-1957)
«Rakastava» («Der Liebende») op. 14
Suite für Streichorchester und Schlagzeug
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)
«Manfred» op. 58. Sinfonie h-Moll in vier Bildern nach Byron
Um die verbotene Liebe, den Inzest, geht es in Byrons dramatischem Gedicht «Manfred»: Der Titelheld fühlt sich schuldig am Tod seiner Schwester. Mit ihr, dem geliebten Ebenbild, hatte er ein Verhältnis – und erfährt nun gesellschaftliche Ächtung. Manfred flieht in die -Alpen, er irrt ruhelos durch die Berge, gequält von Lebensmüdigkeit und Selbstekel: «Sei dir selbst die Hölle du!» Tschaikowsky kannte die Qualen des Aussenseiters nur zu gut. In Davos, inmitten der Schweizer Bergwelt, nahm er 1884 eine Sinfonie in Angriff, die das Schicksal des Byronschen Helden in vier Sätzen nachzeichnet – eine Musik der Extreme, grandios und abgründig, gefühlstrunken und effektbewusst. «Der Liebende» in Sibelius’ Triptychon «Rakastava» stimmt dagegen elegischere, liedhafte Töne an: kein Wunder, war die Urfassung dieses Werkes doch für Männerchor gedacht. Für den klassischen Ruhe- und Höhepunkt dieses Programms aber sorgt Hélène Grimaud mit Beethovens Fünftem Klavierkonzert.
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