Mala Punica
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Pedro Memelsdorff
Leitung und Blockflöte
«Beatum incendium». Liebe und Sublimation am Ende des Trecento
Musik aus dem späten Trecento von Paolo da Firenze, Matteo da Perugia und Johannes Ciconia
Als Paris entscheiden sollte, wer die Schönste sei – Hera, Athene oder Aphrodite –, überreichte er der Göttin der Liebe zum Zeichen seiner Wahl einen Granatapfel, das Symbol der Fruchtbarkeit. Nach dem Granatapfel hat sich das Ensemble «Mala Punica» benannt, das 1987 von dem argentinischen Flötisten Pedro Memelsdorff gegründet wurde und heute in der Szene der mittelalterlichen Musik Kultstatus geniesst wie eine Pop-Band. Das Programm, das Memelsdorff mit einem Vokalquintett, Orgel, Fidel, Zugtrompete und Flöte im «erotischen» Luzerner Sommer aufführen wird, kreist denn auch um das Geheimnis der Liebe, wie es drei Komponisten um das Jahr 1400 in Musik gesetzt haben: Paolo da Firenze mit wilden, archaischen Klängen, Matteo da Perugia mit tiefer Melancholie, luzide und transparent dagegen Johannes Ciconia. Virtuosität, Improvisationskunst, Poesie und pralle Theatralik zählen zu den Markenzeichen des mit mehr als dreissig internationalen Preisen ausgezeichneten Ensembles: «Dirigiert vom flötenden Schamanen Pedro Memelsdorff, klingt das mal wie eine keltische Druidensession, mal wie kaukasische Chöre», schrieb die «Frankfurter Allgemeine» im Januar 2010 nach dem gefeierten Gastspiel im ausverkauften Wiener Konzerthaus und schwärmte von jazzigen Synkopen und halbtönigen Mensuren.
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