LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra
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Pierre Boulez
Dirigent
Pierre Boulez (*1925)
«Figures–Doubles–Prismes» für grosses Orchester
Gustav Mahler (1860-1911)
Sinfonie Nr. 6 a-Moll
«Der Sommer war schön, konfliktlos, glücklich», schrieb Alma Mahler über die Ferienmonate des Jahres 1904. Ihr Mann Gustav aber komponierte in dieser Phase der unbeschwerten Heiterkeit sein düsterstes Werk, die Sechste Sinfonie. Drei Hammerschläge hatte Mahler ursprünglich im Finale vorgesehen – Alma assoziierte sie später mit den drei Schicksalsschlägen, die Mahler bald darauf ereilen sollten: dem Tod der Tochter Maria, dem Verlust seiner Position als Wiener Hofoperndirektor und der Diagnose seines Herzleidens. Pierre Boulez, der Mahler als Gestalt zwischen den Epochen, als Umstürzler mit konservativer Ambition begreift, kombiniert die Sinfonie mit einem eigenen Werk, «Figures–Doubles–Prismes», seiner ersten Komposition für grosses Orchester, die er seit der Uraufführung 1958 diverse Male überarbeitet hat. Für «DIE ZEIT» war Boulez mit diesem Werk noch immer der Avantgardist der Saison bei den Donaueschinger Musik-tagen 2008: «Da konnte man nochmal hören, wo der Barthel Boulez einst den Most geholt hat. Und der gärt noch!»
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