Grigory Sokolov
Klavier
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita Nr. 2 c-moll BWV 826
Johannes Brahms (1833-1897)
Sieben Fantasien op. 116
Robert Schumann (1810-1856)
Humoreske in B-Dur op. 20
Vier Klavierstücke (Scherzo, Gigue, Romanze und Fughette) op. 32
Er gilt als der Anti-Star unter den grossen Pianisten unserer Zeit: Grigory Sokolov, 60 Jahre alt, geboren in Leningrad, widersetzt sich allen Vermarktungsstrategien. Mit Orchestern konzertiert er schon lange nicht mehr, seine letzte CD-Produktion stammt aus dem Jahr 1994, auf Tourneen durch die USA und Japan verzichtet er lieber, Interviews mag er nicht und Foto-Shootings erst recht nicht. Wenn Sokolov aber ein Rezital gibt, ist ein Ereignis garantiert. Fast völlig abgedunkelt ist dann der Saal: Der Meister erscheint, huscht mit aschfahlem Gesicht zum Klavier, wartet kaum den Begrüssungsapplaus ab – und spielt los. Doch wie! «Unter Sokolovs Händen lösen sich die Töne von den Bedingungen ihrer Hervorbringung», schwärmte Claus Spahn in der «ZEIT» und attestierte ihm eine Natürlichkeit, die über alles virtuose Können hinausweise: «Im Grunde strebt jeder Musiker dieses Ideal an. Aber Sokolov hat es so traumsicher verinnerlicht, dass seine Klavierabende in den besten Momenten wie spiritistische Sitzungen anmuten.»
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