András Schiff
Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
«Variations sérieuses» op. 54
Robert Schumann (1810-1856)
Klaviersonate Nr. 1 fis-Moll op. 11
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Fantasie fis-Moll op. 28 «Sonate écossaise»
Robert Schumann (1810-1856)
«Sinfonische Etüden» op. 13
«Mendelssohn zu würdigen kommt für mich fast einer Mission gleich. Ich schätze ihn nicht nur, sondern meine Beziehung zu ihm ist geradezu eine leidenschaftliche Liebe», bekennt András Schiff. Dabei weiss er, dass dieser Komponist höchste Ansprüche an seine Interpreten stellt: «Die Werke sind schwer zu interpretieren, weil der Ausführende sich im Minimum mit drei Schichten konfrontiert sieht. Wer das nicht versteht, spielt nur Noten.» In seinem Rezital kombiniert András Schiff Mendelssohn mit einem weiteren seiner «Hausgötter»: mit Robert Schumann. Ihn ehrt der ungarische Pianist mit einem bekenntnishaften, hochexpressiven Werk, das er gerade erst neu in sein Repertoire genommen hat: «Aus Respekt habe ich erst in letzter Zeit angefangen, die Schumann-Sonate op. 11 öffentlich zu spielen. Es ist ein Werk der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit – entstanden, als sich Schumann auf Geheiss des alten Friedrich Wieck von Clara trennen musste. Daher wirkt die Sonate wie ein Schrei aus der Ferne zu der Geliebten.»
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