Nicolas Hodges
Klavier
Karlheinz Stockhausen (1928-2007)
Klavierstück X
Brice Pauset (*1965)
«Sept Canons» für Klavier | Schweizer Erstaufführung
Helmut Lachenmann (*1935)
«Serynade» für Klavier
«Das kompositorische Werk steht heute dem Konsum der gesamten kulturellen Vergangenheit gegenüber», erklärt der französische Komponist Brice Pauset. «Unsere musikalische Zeit ist derart mit der Vergangenheit konfrontiert, dass man gezwungen ist, eine Nahtstelle zur Gegenwart zu finden.» Er selbst hat sie entdeckt in den grossen Denkmälern der Tonkunst, in Formen wie dem Kanon oder der Suite, die er in seinem eigenen Schaffen aufgreift. Karlheinz Stockhausen dagegen setzt in seinem «Klavierstück X» auf die Kontrastdramaturgie, um Neuland zu erobern: auf das Wechselspiel zwischen Ordnung und Unordnung, Akkorden und Clustern, regelmässigen und unregelmässigen Rhythmen. Und Helmut Lachenmann? Er gestaltet sein umfangreichstes Klavierwerk als verkapptes «Ständchen», als «Serynade» mit Y wie Yukiko: eine Anspielung auf die Widmungsträgerin und Interpretin der Uraufführung, seine Ehefrau Yuko Sugawara. Die musikhistorische Tradition spielt hier auch mit – in Gestalt der Pedalisierungskunst, die erstaunliche Nachhall- und Resonanzeffekte ermöglicht.
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