Pierre-Laurent Aimard
Klavier
Olivier Messiaen (1908-1992)
Préludes pour Piano
Maurice Ravel (1875-1937)
«Miroirs»
Frédéric Chopin (1810-1849)
Barcarolle Fis-Dur op. 60
Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31
Mit einem Streifzug durch hundert Jahre französischer Klaviermusik schliesst das Piano-Festival 2010. Pierre-Laurent Aimard absolviert ihn gewissermassen im Rückwärtsgang, denn er beginnt sein Programm mit einem Frühwerk Olivier Messiaens: mit den zart empfundenen Préludes, die der Komponist 1928/29 schuf, nach dem Tod seiner Mutter, der Dichterin Cécile Sauvage. Unter dem Titel «La Colombe», «Die Taube», hat er ihr im ersten dieser acht Stücke ein musikalisches Denkmal gesetzt. Von Messiaen führt der Weg zurück zu dem um eine Generation älteren Maurice Ravel, der mit seinen «Miroirs» ein geheimnisvolles und vieldeutiges Spiegelkabinett errichtete: Fünf musikalische Traum- und Trugbilder begegnen uns dort, Abbild und Widerschein einer ebenso naiven wie komplizierten, kindlichen wie überreifen Seele. Die Reise endet bei Frédéric Chopin, dem «grössten von uns allen», wie Claude Debussy ihn einmal bewundernd nannte: «denn mit dem Klavier allein wusste er jedes Geheimnis zu entdecken».
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