Auf eine über zweihundertjährige Geschichte kann das Luzerner Sinfonieorchester zurückblicken, das 1806 gegründet wurde. Neben verschiedenen Konzertreihen, die es als «orchestra-in-residence» im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) durchführt, gestaltet es am Luzerner Theater sämtliche Opernproduktionen. Nicht nur das klassisch-romantische Repertoire wird dabei interpretiert, sondern auch Raritäten und natürlich die zeitgenössische Musik: So wurden in den letzten Spielzeiten Kompositionsaufträge an Sofia Gubaidulina, Fazıl Say, Pascal Dusapin und Wolfgang Rihm vergeben. In den vergangenen beiden Jahrzehnten prägten Marcello Viotti, Olaf Henzold, Jonathan Nott, Christian Arming und John Axelrod als Chefdirigenten das Profil des Orchesters; mit der Saison 2011/12 übernimmt der Amerikaner James Gaffigan die Leitung. Als Gäste am Pult des Luzerner Sinfonieorchesters dirigierten u. a. Peter Eötvös, Michael Gielen, Yakov Kreizberg, Neville Marriner, Andris Nelsons, Leonard Slatkin und Tugan Sokhiev. Jonathan Nott setzt seine Arbeit mit jährlichen Konzerten und dem Projekt «Beyond the Horizon – Project JN» fort. Renommierte Solisten musizieren regelmässig in den Abonnementszyklen, darunter die Geiger Julia Fischer, Hilary Hahn, Gidon Kremer und Vadim Repin, die Pianisten Piotr Anderszewski, Martha Argerich und Lang Lang oder die Cellisten Mischa Maisky und Truls Mørk. Einspielungen mit Werken von Schreker, Bernstein, Weill, Krenek, Rihm und Gubaidulina dokumentieren das Wirken des Orchesters auf Tonträgern. 2008 absolvierten die Musikerinnen und Musiker erstmals eine Japan-Tournee; in der Spielzeit 2009/10 standen Konzerte in der Victoria Hall Genf, im Théâtre des Champs-Elysées Paris, in der Hamburger Laeiszhalle und in der Mailänder Sala Verdi auf dem Programm.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1993 mit Werken von Alfred Schnittke. Letzter Auftritt am 16. September 2008: John Axelrod dirigierte Musik von Barber, Falla und Rimsky-Korsakow.
29. März 2010