Mit der Gründung des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das seit 2003 alljährlich das Programm im Sommer eröffnet, knüpften Claudio Abbado und Michael Haefliger an die Geburtsstunde des Festivals im Jahr 1938 an, als Arturo Toscanini mit dem legendären «Concert de Gala» Elitemusiker zu einem einzigartigen Klangkörper vereinte. Nach diesem Vorbild treffen in Luzern auch 2010 wieder international renommierte Solisten zusammen, um unter der Leitung von Abbado den Mahler-Zyklus fortzusetzen und mit Beethovens Fidelio erstmals auch eine Oper zu erarbeiten. An den ersten Pulten musizieren dabei Interpreten wie der Geiger Kolja Blacher, der Bratschist Wolfram Christ, die Cellistin Natalia Gutman oder der Kontrabassist Alois Posch. Das komplette Leipziger Streichquartett ist ebenso mit von der Partie wie die Harfenistin Marie-Pierre Langlamet; und zu den Bläsern zählen u. a. der Flötist Jacques Zoon, die Klarinettistin Sabine Meyer mit ihrem Bläserensemble, der Hornist Bruno Schneider oder der Trompeter Reinhold Friedrich. Die Basis des Orchesters wird von den etwa vierzig Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra gebildet. Neben den beiden grossen Orchesterprogrammen, die das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA gestaltet, präsentieren sich die Musikerinnen und Musiker ausserdem in Kammerkonzerten. Die Auftritte des Orchesters sorgten von Anbeginn für Furore in der Musikwelt; viele Aufführungen wurden im Fernsehen übertragen und sind mittlerweile auf DVD veröffentlicht worden – der Mitschnitt von Mahlers Dritter Sinfonie wurde im Januar 2009 mit dem Cannes Classical Award ausgezeichnet. Gastspiele führten das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA nach Rom, Tokio, in die New Yorker Carnegie Hall und zu den BBC Proms, in den Wiener Musikverein und nach Peking. Diese Reiseaktivitäten finden im Oktober 2010 ihre Fortsetzung, wenn Claudio Abbado und seine Musiker in Madrid und Paris konzertieren.
Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Sommer 2003 alljährlich bei LUCERNE FESTIVAL zu erleben.
4. April 2010