Mit der Gründung des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das seit 2003 alljährlich das Programm im Sommer eröffnet, knüpften Claudio Abbado und Michael Haefliger an die Geburtsstunde des Festivals im Jahr 1938 an, als Arturo Toscanini mit dem legendären «Concert de Gala» Elitemusiker zu einem einzigartigen Klangkörper vereinte. Nach diesem Vorbild treffen in Luzern auch 2011 wieder international renommierte Solisten zusammen, um unter der Leitung von Abbado den Mahler-Zyklus fortzusetzen und Werke von Mozart und Brahms, Bruckner und Wagner zu erarbeiten. An den ersten Pulten musizieren dabei Interpreten wie die Geiger Kolja Blacher und Sebastian Breuninger, die Bratschisten Wolfram Christ und Diemut Poppen, die Cellisten Jens Peter Maintz, Rafael Rosenfeld und Julian Steckel oder der Kontrabassist Alois Posch. Zu den Bläsern zählen u. a. der Flötist Jacques Zoon, die Klarinettistin Sabine Meyer mit Mitgliedern ihres Ensembles, die Hornisten Bruno Schneider und Alessio Allegrini, der Trompeter Reinhold Friedrich und der Posaunist Jörgen van Rijen. Die Basis des Orchesters aber wird von den etwa vierzig Mitgliedern des Mahler Chamber Orches-tra gebildet. Neben den drei Orches-terprogrammen, die das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA gestaltet, präsentieren sich die Musikerinnen und Musiker ausserdem in Kammerkonzerten und mit einem Ensembleabend, bei dem auch das komplette Hagen Quartett mitwirkt. Die Auftritte des Orchesters sorgten von Anbeginn für Furore in der Musikwelt; viele Aufführungen wurden im Fernsehen übertragen und sind mittlerweile auf DVD veröffentlicht worden – zuletzt erschien im Januar 2011 ein Mitschnitt der Neunten Mahler, der mit dem «Diapason d’Or» ausgezeichnet wurde. Gastspiele führten das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA u. a. nach Rom, Wien und Madrid sowie nach New York, Tokio und Peking. Für den Oktober 2011 sind Auftritte in Baden-Baden, Paris und London vorgesehen.
Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Sommer 2003 alljährlich bei LUCERNE FESTIVAL zu erleben.
August 2011