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Bernard Haitink

Bernard Haitink  

Bernard Haitink, 1929 in Amsterdam geboren, studierte Violine am Konservatorium seiner Heimatstadt und nahm an Dirigierkursen u. a. von Ferdinand Leitner teil. Seine erste Anstellung fand er als Geiger beim Niederländischen Radiosinfonieorchester, dessen Erster Gastdirigent er 1955 wurde. Im Jahr darauf leitete er erstmals das Koninklijk Concertgebouworkest. 1961 wurde er neben Eugen Jochum zum Chefdirigenten dieses renommierten Klangkörpers berufen, von 1964 bis 1988 stand er dem Orchester in alleiniger Verantwortung vor. Ausserdem amtierte er als Künstlerischer Leiter des London Philharmonic Orchestra (1967–79), des Glyndebourne Festival (1977–88), des Londoner Royal Opera House (1987–2002) und als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden (2002–04). Von 1994 bis 1999 kümmerte er sich überdies an der Spitze des European Union Youth Orchestra um den hochbegabten musikalischen Nachwuchs. Seit September 2006 ist er als Principal Conductor beim Chicago Symphony Orchestra tätig. Als Gastdirigent leitet Bernard Haitink regelmässig die bedeutendsten Orchester: darunter die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er Wagners Ring-Tetralogie einspielte. Das 19. und das frühe 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt von Haitinks Repertoire; insbesondere seine Bruckner-, Mahler- und Schostakowitsch-Zyklen, die auch auf Schall¬platte vorliegen, setzten Massstäbe. Bernard Haitink wurde für seine musikalischen Leistungen mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht: Er ist Ehrendirigent des Koninklijk Concertgebouworkest, trägt seit 1977 den Titel «Knight of the British Empire», wurde 1991 mit dem Erasmus-Preis gewürdigt und ist Mitglied im Oranier-Orden des Hauses Nassau. Die Zeitschrift Musical America ernannte ihn zum Musiker des Jahres 2007.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 17. August 1966 mit dem Schweizerischen Festspielorchester: Auf dem Programm standen Werke von Schubert, Martin und Mahlers Vierte Sinfonie. Zuletzt zwei Konzerte mit dem Chicago Symphony Orchestra und Werken von Haydn, Mozart, Bruckner und Schostakowitsch im September 2009.

 

16. Januar 2010

 

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